Donnerstag, 03 April 2014 13:09

Exponat des Monats April

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Von Ostern, Eiern und Hasen

Häschen sitzt in Waldesruh,
malt die Ostereier an.
Ach, wie hübsch es malen kann!
Alle Tiere sehen zu…

In wenigen Tagen feiern wir das Osterfest. Damit gedenken wir der Auferstehung Jesu Christi, Gottes Sohn. Nachdem man ihn Karfreitag ans Kreuz geschlagen hatte und er gestorben war, war er am dritten Tag – Ostern - von den Toten erweckt worden. Damit ist nach christlichem Glauben allen im Namen Jesu Getauften das ewige Leben möglich. Doch was macht nun das „Häschen“ in „Waldesruh“? Wieso malt es Ostereier an, wie es in unserem Kinderbuch mit Versen von Lotte Huwe und Illustrationen von Ilse Nordhaus aus den 1940er Jahren geschildert wird?

Die Spekulationen zu diesem Thema sind vielfältig, es existieren die unterschiedlichsten Versionen über die Herkunft des Osterhasen. Eine Variante beruft sich auf seine Fruchtbarkeit. Sie mache ihn besonders geeignet fürs Eier bringen. Eine andere besagt, dass ein Missgeschick im Backofen für ihn verantwortlich sei. Ein Bäcker wollte eigentlich ein „Oster-Lamm“ backen, doch im Ofen verformte es sich so, dass es einem Hasen ähnelte.
Die Gabe selbst, das Ei, wurde im Christentum zum Symbol für die Auferstehung Jesu Christi, da doch aus seinem Inneren neues Leben entsteht. Ein Merkspruch fasst es folgendermaßen zusammen: „Wie der Vogel aus dem Ei gekrochen, hat Jesus das Grab zerbrochen.“
Doch auch praktische Gründe sorgten dafür, dass Eier zum typischen Ostergeschenk wurden. Die in katholischen Gegenden vor Ostern einzuhaltende 40-tägige Fastenzeit verbot auch den Verzehr von Eiern. Das war den Hühnern allerdings gleichgültig, sie legten weiter. Um nun das kostbare Nahrungsmittel dennoch verwenden zu können, machten die Menschen die Eier durch Hartkochen haltbar. Zum Teil zahlten sie dann damit einen Teil der in Naturalien fälligen Pacht, der Rest wurde bunt verziert mit in die Kirche genommen. Hier wurden die Eier geweiht, anschließend konnte man sie verschenken.
Ab dem 19. Jahrhundert machte jedenfalls der Osterhase das Rennen um die Ehre, Eier bemalen und für Kinder verstecken zu dürfen. Zuvor waren regional unterschiedlich auch andere Tiere dafür verantwortlich gewesen. Das konnte der Fuchs sein, Osterhenne oder –hahn, in manchen Gegenden war es gar der Kuckuck oder der Storch.
In unserem Bilderbuch ist eines jedenfalls zweifelsfrei: Der Osterhase lebt mit seiner Familie in Hasenland und verbringt seine Tage damit, Eier schön zu bemalen. Rechtzeitig zu Ostern versteckt er dann die Eier für die Kinder, wobei er peinlich darauf achten muss, nicht entdeckt zu werden oder gar den Weg ins Hasenland zu verraten.

Das gibt ein fröhliches Eiersuchen
unter den Wurzeln der alten Buchen.
Zwischen den Pilzen im grünen Moos
liegen die Eier, schön bunt und groß.
noch ist die Kiepe mit Eiern voll,
die Häschen alle verstecken soll.
Wenn nur das Eichhorn nicht verrät,
wohin der Weg ins Hasenland geht!

Ostern, Ostern welche Freude, von Lotte Huwe (Texte) und Ilse Nordhaus (Illustrationen) erschien in den 1940er Jahren.

Beate Bickel




Gelesen 9786 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 03 April 2014 13:25

Veranstaltungen

 

--Veranstaltungen 2024--

28. Mai, 18 Uhr Eröffnung

Sonderausstellung bis 09. Juni

Die Walter-Lübcke-Schule zu Gast im Regionalmuseum Wolfhager Land

Ausstellung von Schülerarbeiten, Wahlunterricht Kunst Klasse 10 der Walter-Lübcke-Schule und der Abiturklasse 13 mit Karin Balkenhol

 

 

Donnerstag, 25. April, 18 Uhr Ausstellungseröffnung

bis Sonntag, 21. Juli

Ausstellung

Magie und Aberglaube im Mittelalter mit regionalem Schwerpunkt

Musikalische Begleitung: Korydwenn

  

Sonntag, 19. Mai, 14-17 Uhr

 

Familientag

Internationaler Museumstag

14 Uhr: Mittelalterlicher Bogenbau mit Michael Stiller, Ippinghausen 

16 Uhr: Barbara Rüffert erzählt Märchen

Selbstgebackener Kuchen, Kaffee und gekühlte Getränke und gute Laune

Eintritt frei!

 

Donnerstag, 13. Juni, 19 Uhr

Vortrag / Lesung / Gespräch - Himmel hilf!

Vortrag: Dr. Tillmann Bendikowski, Hamburg: Himmel hilf! Warum wir Halt in übernatürlichen Kräften suchen

(gemeinsam mit der Buchhandlung Mander)

Eintritt 5 Euro, SchülerInnen und Studierende frei

  

Donnerstag, 12. September, 19 Uhr

Vortrag - Die große Welt im kleinen Format

Prof. Dr. Sabine Thümmler, Berlin: Die große Welt im kleinen Format. Möbelstile in Wolfhager Puppenstuben zwischen Historismus und Neuer Sachlichkeit.

Eintritt 3 Euro, Mitglieder des Museumsvereins, SchülerInnen und Studierende frei

 

Sonntag, 6. Oktober, 15 Uhr-16.30 Uhr

Musik

Mittelalterliche Musik mit Korydwenn, Ippinghausen

Einritt frei, Spenden erbeten!

 

 ----------------------------------------

 

Sonntag, 10. März, 15 Uhr 

Erzählcafé

Zum Thema: Magie und Aberglaube im Wolfhager Land

Eintritt frei!

 

Samstag, 27. April, 19 Uhr

Autorenlesung

Detlef Günter Thiel präsentiert sein Buch "Hans Staden - Seine Seele - Meine Seele".

Eintritt frei!

 

 
Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei für Mitglieder des Museumsvereins, Schüler/innen und Studierende.
 
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